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Alles über Reisen : Karibik : Reisemagazin

  Sehenswerte Denkmäler in der Karibik

Sie zeugen von großen Helden oder historischen Taten und spiegeln die Vergangenheit wider: Denkmäler und Monumente sind oft in Stein gehauene Geschichte. So auch in der Karibik, wo sie die abwechslungsreiche Historie der Urlaubsregion reflektieren.

Beispielsweise die „Emancipation Statue“ auf Barbados. Das Werk des bekanntesten Bildhauers der Insel, Karl Broodhagen, symbolisiert das Ende der Sklaverei. Viele Einheimische nennen sie Bussa-Statue, nach dem Namen eines Sklaven, der im Jahre 1816 die Revolte der Leibeigenen anführte. Zur endgültigen Befreiung kam es schließlich 1838. Ebenfalls auf Barbados befindet sich die Morgan Lewis Sugar Mill. Sie gehört nicht nur zu den ältesten und größten Mühlen der Region, sondern ist die einzige Windmühle der Karibik, in der noch Zuckerrohr gepresst wird.

Ebenfalls einzigartig in der karibischen Inselwelt ist die Altstadt von Santo Domingo in der Dominikanischen Republik. Im Schatten alter Bäume blieben zahlreiche Häuser in der „Zona Colonial“ als architektonisches Erbe Spaniens erhalten. Darunter der „Alcázar de Coló“, eines der berühmtesten Gebäude aus der Ära des großen Seefahrers Kolumbus. Sein Sohn Diego ließ den Palast zwischen 1509 und 1512 errichten. Das Besondere: In der gesamten Konstruktion wurde kein einziger Nagel verwendet. Heute beherbergt das 1955 renovierte Gebäude ein Museum. Ein weiteres Werk aus der reich bestückten Zona Colonial ist „Santa Maria la Menor“, angeblich die erste Kathedrale von Amerika. 1877 entdeckte man hier das bis heute umstrittene Grab von Kolumbus.

Der berühmte Entdecker, der die Bahamas-Insel Guanahani als allererste Station in der neuen Welt betrat, schmückt heute auch die Hauptstadt Nassau. Eine weiße Statue von Christoph Kolumbus steht vor dem Regierungsgebäude und überblickt majestätisch die Kapitale. Ein echtes Schmuckstück ist auch die Architektur des Städtchens New Plymouth auf Green Turtle Cay. Sie wurde 1785 von Nachkommen Britischer Loyalisten gegründet. Diese hatten die USA wegen des dort tobenden Unabhängigkeitskrieges verlassen und bauten nun ihr neues Zuhause auf. Dabei kopierten sie das architektonische Design ihres alten Ortes aus Massachusetts. So ist das Stadtbild heute noch von pastellfarbenen Häuschen mit Spitzdächern geprägt.

Entlang des Cayman Islands Maritime Heritage Trails allerdings reihen sich maritime Geschichtszeugnisse. Dieser Weg führt Touristen zu den wichtigsten Denkmälern der drei Inseln Grand Cayman, Cayman Brac und Little Cayman. Darunter befindet sich neben dem ältesten Gebäude der Insel (das 1780 gebaute Pedro St. James) auch das Cayman Brac Lighthouse. Der Leuchtturm diente der besseren Orientierung von Seefahrern und sollte ihnen die Navigation erleichtern.

Ebenfalls von der wechselvollen Seefahrts-Geschichte zeugt Nelson’s Dockyard, ein einmaliges Denkmal auf Antigua. In dem Naturhafen Englisch Harbour gelegen, diente die Schiffswerft Großbritannien als Hauptflottenstützpunkt in der ostkaribischen Zone. Hier wurden ab 1725 englische Schiffe repariert und mit Proviant und Wasser versorgt. Nach gründlicher Sanierung eröffnete man 1961 Nelson’s Dockyard erneut. Heute gewährt die Stätte den Besuchern einen Einblick in die britische Seefahrtshistorie.

Wahre Rätsel hingegen können die Besucher einer mysteriösen Grabstätte in Plymouth auf Tobago lösen. Die Inschrift lautet: „.. Sie war eine Mutter, ohne es zu wissen und eine Ehefrau, ohne es ihren Ehemann wissen zu lassen…“ Der Text weist auf Betty Scott hin, die etwa 1781 einen ungestümen Matrosen geheiratet haben soll. Dieser war oft unterwegs. Betty wurde schwanger und starb im Kindbett. Ihr Vater ließ für seine Lieblingstochter dieses mysteriöse Grab errichten.

Weniger mysteriös aber mystisch ist die kleine Kapelle von Alto Vista auf Aruba. Zwei bis drei Mal im Jahr findet eine Prozession zur Kapelle statt. Beginn ist meist schon um zwei Uhr nachts, damit der Gottesdienst an der Kapelle während des Sonneaufgangs zelebriert werden kann. 1750 wurde das Kirchlein auf einem 70 Meter hohen Kalksteinhügel gebaut und diente als Gotteshaus für den Ort Alto Vista. Wegen einer tödlichen Seuche verließen die Bewohner 1816 jedoch ihr Zuhause. Erst 1952 wurde das Kirchlein neu errichtet.


Foto: Arbeitsgemeinschaft Karibik
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Karibik / pairola-media

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